Via Tolosana 

 

Die Via Tolosana ist der südlichste der vier historischen Jakobswege in Frankreich, die seit 1998 Weltkulturerbe der UNESCO sind. Die lateinische Bezeichnung orientiert sich an der Stadt Toulouse, durch die der Weg führt, während die französische Bezeichnung Route d'Arles nach dem Ausgangsort Arles benannt ist.

Sonntag, 20. Mai 2018 - Anreisetag

Autofahrt von Widnau nach Vienne über Genf und Grenoble. Wir sind schon kurz nach Mittag in Vienne und haben genügend Zeit, das mittelalterliche Städtchen mit seinen Kirchen und dem schönen Forum Romano zu erkunden. Heute nehmen wir das Abendessen in einem Kebab ein, wo es auch „Fitness-Teller“ gibt. Später setzen sich zwei junge Männer an den Nebentisch und wie sich herausstellt, sind sie „Secondos“ aus der Türkei und arbeiten in der Baubranche. Wir unterhalten uns nett und sie spendieren uns einen Café. So beginnt unsere Frankreichreise schon herzlich.

Montag, 21. Mai 2018 - Weiterfahrt nach Arles

Hier wollten wir zunächst heute und morgen Arles erkunden, dann unser Auto auf dem gebuchten Tiefgaragenplatz in Toulouse abstellen und mit dem Zug zurückkommen. Wir haben aber am Radio gehört, dass die SNCF immer noch streikt und uns im Internet erkundigt. Die nächsten Streiktage sind auf Mittwoch und Donnerstag angesagt, genau an unserem geplanten Transfer. Die SNCF streikt alle 5 Tage für 2 Tage! Wir erkundigen uns am Bahnhof über die Zugverbindungen von Toulouse nach Arles. Am Dienstag fahren die Züge mehr oder weniger normal. So planen wir um und kaufen gleich ein Zugticket für Dienstag. Danach heisst es noch einen zusätzlichen Tag in der Tiefgarage buchen. Das geht leider nicht, da die Garage „complet“ ist. So stornieren wir das Ganze und buchen in einer neuen Garage, die noch näher am Bahnhof ist. Nachdem nun alles geregelt ist, informiert uns der Hotelier, dass für morgen Dienstag ein Streiktag für ganz Frankreich angesagt ist..... wir werden sehen..... Jakobus wird es schon richten.....   Endlich können wir uns aufmachen und Arles erkunden. Wir gehen zum Alyscamp wo in Arles der Jakobsweg startet und erhalten kostenfreien Zutritt nachdem wir unsere Pilgerpässe vorweisen. Anschliessend besuchen wir das Cloître, das wir als Pilger aus kostenlos besuchen können. Hier gibt es sogar einen Stempel von der hiesigen Jakobswegvereinigung und eine Liste mit Übernachtungsmöglichkeiten. Wie uns die Dame erzählt ist die Vereinigung auch Mitglied bei der Vereinigung der europäischen Jakobswege. So haben wir heute 3 Stempel erhalten. Die Via Tolosana scheint im Aufschwung zu sein. Nach einem feinen französischen Abendessen beim Amphitheater gehen wir müde ins Hotel. Morgen heisst es früh aufstehen und möglichst staufrei nach Toulouse fahren.

Dienstag, 22. Mai 2018 - Transfer Auto nach Toulouse

Heiner hat die sehr enge Garagenausfahrt gemeistert und auf geht's nach Toulouse. Nachdem wir den Autoschlüssel und somit auch unser Auto an der Hotelreception abgegeben haben, gehen wir zum Bahnhof  und erkundigen uns, ob die von uns gebuchte  Zugverbindung heute fährt. Dem ist so und wir besuchen kurz die Kathedrale St. Sernin und essen dort in der Nähe gleich auch eine Kleinigkeit, bevor es zurück zum Bahnhof geht. Der Zug ist voll und wir treffen bei strömendem Regen in Arles ein. Hier warten wir im Bahnhofbuffet bis der gröbste Regen vorbei ist. Wir gehen quer durch die Stadt und nehmen noch einen Absacker in einem spanischen Lokal. Erst später bemerken wir, dass es nur Männer im Restaurant hat. Logo es wird Corrida de toros am Fernsehen geschaut.....  Hindernis Streik überwunden!

 

 
Mittwoch, 23. Mai 2018 - Arles

Nach den Aufregungen von den letzten Tagen schlafen wir zunächst aus und besichtigen anschliessend die Sehenswürdigkeiten wie Amphitheater, Formum Romano, Thermen von Konstantin usw. genehmigen uns einen feinen Coupes und machen anschliessend eine kurze Siesta. Bevor wir dann für morgen den Weg aus Arles hinaus rekognoszierten. Nach einem reichhaltigen Abendessen geht es mit „zu vollem“ Magen ins Bett.

Donnerstag, 24. Mai 2018 - Arles - Saint Christol (72 km)

 

Heute geht‘s endlich los. Nach dem Frühstück packen wir unsere Räder und verlassen Arles unter der Schnellstrassenbrücke. Nach der Brücke haben wir uns kurz verfahren (Heiner‘s GPS will immer wieder einen anderen Weg einschlagen.....). Heute können wir mit dem Rad gut auf dem Originalweg fahren. Wir radeln durch die wunderbare Camargue mit den schönen, weissen Pferden. Unser erster Halt ist in Saint Gilles, wo wir uns auch gleich mit einem Sandwich eindecken. Erst in Vauvert machen wir unseren Mittagshalt und verputzen unsere Sandwich auf einer Bank auf dem Dorfplatz. Dann geht es weiter nach S. Cristol. Nach kurzem Verfahren und nach dem wir einen alten Mann am Strassenrand gefragt haben, treffen wir bei unserer Unterkunft in S. Cristol ein. Im kleinen Dorfladen kaufen wir Wasser und Früchte für morgen. Dann treffen wir auf einen Pizza Take Away (einzige Verpflegungsmöglichkeit in dem Dorf) und bestellen gleich zwei Pizzas. Die dürfen wir auf der Terrasse von der einzigen Bar im Dorf essen. Ein Ehepaar aus den Niederlanden gesellt sich an den Nebentisch und wir unterhalten uns kurz. Sie schlafen in der Herberge, die im Postgebäude ist und nur zwei Betten hat. Wie sie uns sagen gibt es dort auch einen Stempel für unseren Pass und wir vereinbaren, dass wir nachher kurz vorbeigehen. Da wir alle müde sind, bleiben wir nicht lange und verabschieden uns bald wieder.  

Freitag, 25. Mai 2018 - Saint Christol - Aniane (70 km)

Heute bekommen wir unser Frühstück in einem Papiersack (Nescafé, Croissant, Parisette, Butter, Confi, Orangenjus) und geniessen es auf unserer privaten Terrasse. Gestärkt für den heutigen Tag fahren wir los Richtung Montpellier. Nach einigen Destours (Velo-GPS stimmt nicht mit Rother überein und zudem hat es neue Strassenführungen gegeben) treffen wir in Montpellier ein.  Die hier geplante Kirchenbesichtigung fällt ins Wasser, da sie geschlossen ist. So fahren wir auf den Place de Comédie und holen uns einen Stempel im Tourist Office. Auch stellt sich langsam Hunger ein, aber wir wollen zuerst aus der Stadt hinausfahren.  Erst in Montabaud gibt es eine spärliche Verpflegung. Alle 4 Restaurants und die Läden sind geschlossen! Nur der Tabacco hat offen. So kaufen wir Getränke und essen das restliche Brot von heute Morgen, die gestern gekauften "Guetzli" und Äpfel. Danach gehts weiter nach Aniane. Wieder mal eine Deviation.... der direkte Weg ist gesperrt und auch die Radfahrer müssen die Umleitung nehmen. Bald schon sind die „Batterien“ wieder leer und wir sind froh in Aniane anzukommen. Nach einer erfrischenden Dusche geht es zum Abendessen mit einem Mega-Entrecote. Müde und erledigt geht es anschliessend zu Bett.

Samstag, 26. Mai 2018 - Aniane - Lodève (44 km)

Beim Aufwachen und während dem Frühstück regnet’s. Nach einem reichhaltigen Frühstück wollen wir doch unsere Räder wieder packen. Der Regen hat inzwischen aufgehört und wir können uns auf den Weg machen. Zuerst radeln wir zur Pont du Diable und dann das schmucke Tälchen hoch nach St. Guillhem le Desert. Ein mittelalterliches Städtchen mit einer wunderschönen Kirche. Auf dem Kirchplatz genehmigen wir uns bei Sonnenscheine einen Kaffee bevor wir wieder zurück und weiterradeln Richtung Lodève. Da heute der Originalweg über Bergpfade führt, bleiben wir auf der Strasse und fahren über St. Jean de Fos, Montpeyoux, über Arboras nach St. Jean die Blaquière und weiter nach Lodève, wo wir nach einer langen Abfahrt ankommen. Hier treffen wir bereits sehr früh ein und gönnen uns ein spätes Mittagessen (Chäschüechli mit Chèvre) in einem Café. Danach suchen wir unsere Unterkunft Hotel de l‘Eglise, welche wir nicht finden können. Weder über das GPS von Heiner noch über dasjenige des IPhone. Die uns bekannte Adresse führt uns immer wieder zu einer Bauruine. So erkundigen wir uns beim Tourist-Office. Auch hier ist die Unterkunft nicht bekannt. Die Dame ist sehr hilfsbereit und ruft auf der angegebenen Telefonnummer an. Es nimmt niemand ab und sie bittet um Rückruf auf Heiners IPhone. Sie meint, die Nummer sei von einem Anschluss aus einer Stadt, die rund 50 km von hier weg liege. Wenig später werden wir zurückgerufen und der angebliche Hotelier will uns abholen. Er führt uns tatsächlich zu der Bauruine zu der uns auch das GPS geführt hat. So wollen wir zuerst die Unterkunft besichtigen, welche sich als ein renoviertes Appartement entpuppt. Abgesehen von den Äusserlichkeiten für den Preis ganz ok und wir bleiben. Wir können hier sogar unsere gesamte Wäsche waschen. Leider müssen wir die Räder zwei Stockwerke in das Appartement hochtragen. Nach Duschen, Wäsche waschen und aufhängen, besichtigen wir Lodève mit der imposanten Kathedrale und dem schönen Kreuzgang. Danach geniessen wir ein feines Abendessen auf einer Terrasse.

Sonntag, 27. Mai 2018 - Lodève - St. Gervais sur Mar (38 km)

Nachdem wir die Räder gepackt haben, rufen wir den Vermieter für die Schlüsselübergabe an. In wenigen Minuten ist er da und wir können losfahren. Zuerst nehmen wir ein kleines Frühstück in einem Café ein und kaufen Wasser, Brot und Rohschinken ein. Danach machen wir uns auf den Weg und es geht gleich für rund 10 km einen Pass hoch.  Oben angekommen beginnt es zu regnen und wir müssen die Regenjacke anziehen sowie die Radtaschen mit dem Regenschutz decken. Erst jetzt können wir mit der Abfahrt nach Lunas starten und machen dort gleich im ersten Restaurant einen Kaffeehalt..... in einer Knelle mit lauter Männern und einem Wirt mit einem Gebiss wie einem Hockeyspieler..... Danach besichtigen wir die Kapelle St. George und holen uns einen Stempel im Tourist Office. Und weiter geht‘s Richtung St. Gervais sur Mar durch schöne Landschaften mit Vogelgezwitscher und es geht wieder einen Pass hoch. Auch heute müssen wir der Strasse folgen, da der Wanderweg für Fahrräder ungeeignet ist. So kommen wir wieder früh in unserer Unterkunft auf einem Campingplatz hat. Heute ein ganz spezielles Nachtlager in einer „Roulette“ einer Art Bahnwagen, der zu einem Wohnwagen umgebaut ist mit eigener DU/WC, Küchenzeile, TV, Canapé, Tisch mit Stühlen und Bett. Leider ist der Campingplatz etwas abgelegen und das Restaurant geschlossen. Nur die Bar hat am Abend offen, wo wir uns ein Bier genehmigen und noch eine kleine Büchse Ravioli kaufen können. So gibt es heute zum Abendessen Ravioli mit Crackers und Chips. Zum Dessert noch einen feinen italienschischen Kaffee.

Montag, 28. Mai 2018 - St. Gervais sur Mar - La Salvetat (42 km)

Bei Donnerwetter wachen wir auf und es beginnt in Strömen zu regnen. Wir frühstücken zuerst einmal und warten bis es aufhört zu regnen. Während einer trocknen Phase packen wir unsere Velos und fahren los. In Plaisance kaufen wir kurz eine Kleinigkeit in einer Epicerie ein, welche sich in einer Bar befindet. Danach fahren wir auf den den Col de la Croix de Mounis hoch. Dabei regnet es immer wieder und wir suchen Schutz unter Bäumen bis jeweils das Gröbste vorbei ist. Es gibt sonst nichts anderes um unterzustehen. Und wenn es auch keine Bäume hat, dann fahren wir eben im strömenden Regen. Als wir auf dem Col ankommen, regnet es nicht mehr ..... nur für kurze Zeit. Neben dem Regen ist es hier jetzt auch windig und kalt und wir fahren gleich weiter. Bei der Weiterfahrt hören wir immer wieder Donnergrollen, das von hinten zu kommen scheint und wir geben Gas..... Kurz vor Murat sur Vèbre beginnt es wieder sehr stark zu regnen und wir finden einen Unterschlupf bei einem Restaurant. Da es nicht nach Besserung aussieht, entscheiden wir uns, die Velos beim Restaurant unterzustellen und uns ein Mittagessen zu genehmigen. So bestellen wir das Tagesmenu mit allem drum und dran (Charcuterie, Kartoffelstock mit Wurst und Bohnen, Dessert, Kaffee) und trinken dazu heissen Tee, was die Serviceangestellte etwas erstaunt. Trotz der langen und ausgiebigen Mittagspause hat der Regen nicht aufgehört und so fahren wir trotzdem weiter. Bis wir wieder aufgewärmt sind, geht es einige Zeit und wir fahren bis La Salvetat durch. Schade ist das Wetter nicht besser, die Landschaft scheint hier ganz wundervoll zu sein (wenn man etwas sehen würde). Wir sind ganz nass und glücklicherweise haben die Regenschütze der Velotaschen gehalten, so dass der Inhalt trocken geblieben ist! In der Pension Pergola steigen wir ab und es heisst wieder Räder hochtragen in einen abschliessbaren Raum. Nach Inspektion des Zimmers müssen noch die Bettlacken kurz erneuert werden und Badetücher beigebracht werden. Dann endlich kann heiss geduscht werden (ohne Vorhang und ohne Brausenaufhänger). Danach besichtigen wir kurz die Kirche und schlendern durch das Städtchen. Im Wintergarten von der Pension genehmigen wir uns einen Drink bis es wieder in Strömen regnet. Dieses Mal so stark, dass sogar der Wintergarten nicht torcken bleibt und wir unseren Sitzplatz in die Bar verlegen müssen. Nach dem späten und ausgiebigen Mittagessen haben wir heute keinen Hunger und gehen ohne Abendessen früh zu Bett.

Dienstag, 29. Mai 2018 - La Salvetat - Castres (52 km)

Letzte Nacht hat es nur geschüttet. Dafür hat es heute Morgen aufgehört zu regnen und so soll es während unserer ganzen heutigen Fahrt bleiben. Wir nutzen das trockene Wetter und machen unseren ersten Halt erst in Noailhac kurz vor Castres. Auf der Terrasse eines Gault Millau Restaurants wird uns ein Pilgerjohann (Fante + Cola Mix) serviert, was entsprechend kostet. Hier treffen wir auf einen Fusspilger, der sich ein feines Mittagsmenu gönnt und dann auch bis Castres gehen will. Als er heute Morgen losgegangen ist, hat es noch geregnet. Er meint, dass der viele Regen in Südfrankreich um diese Jahreszeit aussergewöhnlich ist. Normalerweise seien die Monate Mai und Juni trocken, schön und warm. Wir verabschieden uns und fahren weiter nach Castres ins Hotel Riviera neben dem Fluss und mitten in der Stadt. Nach der Körperpflege besichtigen wir die Kathedrale, die Jakobskirche, das schmucke Flussufer, den Stadtgarten und holen uns einen Stempel im Tourist-Office. Dann ist Siesta angesagt. Als wir wieder raus zum Abendessen wollen, prasselt gerade ein Platzregen nieder und wir warten wieder mal ab. Danach gehen wir gleich um die Ecke in die Grillade wo es Entrecotes mit 300 g vom Holzgrill gibt. Anscheinend ist das das Stammlokal der Rugby Mannschaft von Castres, welche am nächsten Tag französischer Meister wird. Nach dem Essen machen wir einen kurzen Verdauungsspaziergang am Fluss und noch einige romantische Fotos mit besonderer Kulisse. Kaum im Zimmer angekommen überfällt uns blitzartiger Durchfall, der aber bald vorüber ist und wir eine ruhige Nacht haben.

Mittwoch, 30. Mai 2018 - Castres  - Saint Felix  (56 km)

Heute Morgen fahren wir mit wenigen Regentropfen los, die uns den ganzen Tag etwas begleiten. In Dourgne besuchen wir das Kloster der Scholastikaschwestern und bekommen an der Pforte auch einen Stempel. Wie eine Schwester erzählt, lebt bei ihnen eine Schwester aus dem Kanton Wallis. Heute versuchen wir soweit als möglich auf dem Wanderweg zu fahren, was relativ gut geht. In Cahuzac kaufen wir beim Bäcker ein Ficelle und beim Metzger jambon de montagne. Im Bilderbuchort Sorèze verputzen wir das Brot und den Schinken auf einer Parkbank. Danach geht es in zügigem Tempo weiter nach Revel. Dabei begleiten uns immer dunkler werdende Wolken und Donner. Kaum sind wir in Revel angekommen und sitzen in einer Bar unter dem Arkaden bei der Markthalle öffnet der Himmel wieder seine Schleusen. Erneut heisst es abwarten.... Im gegenüberliegenden Tourist-Office holen wir einen Stempel bevor wir dann weiterfahren Richtung Saint Felix. Hier gehen wir auch zuerst zum Tourist-Office und möchten einen Stempel. Hier gibts aber keinen Pilgerstempel, da der Ort zu weit vom Camino gelegen sei. So gehen wir ins Hotel, duschen ausgiebig und gönnen uns dem dürftigen Mittagessen ein reichhaltiges Abendessen.

Donnerstag, 31. Mai 2018 - Saint Felix - Montgaillard  (41 km)

 

In der Nacht gab es ein heftiges Gewitter gefolgt von starkem Regen. Am Morgen regnet es immer noch heftig und wir warten wieder mal ab. Es hört auf zu regnen und wir fahren bei kalten Temperaturen los. Den Berg runter Richtung Narouze zum Zusammentreffen von Rigole de la Pleine und Canale du Midi. Ab hier fahren wir dem Canal du Midi entlang. Inzwischen hat sich das Wetter aufgehellt und es scheint die Sonne. Da wir nicht gefrühstückt hatten und es gegen Mittag ist, benötigen wir jetzt dringend etwas zu essen. So verlassen wir den Canal du Midi und fahren Richtung Avignonet. In einer Bäckerei essen wir ein Sandwich und gönnen uns noch eine feine Mille Feuille. Danach geht es wieder zurück zum Canal du Midi dem wir wieder entlang fahren bis wir ihn Richtung Montguillard verlassen müssen. Es geht durch Felder und den Berg hoch zu unserer Unterkunft in einem Chambre d‘Hotes mit wunderbarem Ausblick.

Freitag, 1. Juni 2018 - Montgaillard  - Toulouse  (45 km)

Nach einem reichhaltigen Frühstück mit selbstgemachtem Joghurt und Marmelade, geht es auf unsere letzte Etappe nach Toulouse. Da für einmal das Wetter heute herrlich ist und bis Toulouse nur noch einige Kilometer zu radeln sind, entschliessen wir uns, noch etwas über die Hügel dem Wanderweg entlang zu folgen. So radeln wir auf und ab mit teilweisen enorm steilen Rampen bis Castanet Tolosan und fahren danach an den Canal du Midi. Am Canal kann man ohne motorisierten Verkehr mitten in die Stadt fahren. So fahren wir bis zum Bahnhof dem Canal entlang und verlassen ihn dann Richtung Kathedrale St. Sernin wo unser diesjähriger Jakobsweg endet. Das Pilgerbüro in der Kathedrale ist auch schon offen und so holen wir gleich unsere Stempel. Anschliessend fahren wir in unsere Unterkunft, wo wir die Räder in einem Seminarraum einschliessen können. Danach heisst es duschen und wir machen uns auf den Weg, um das Auto zu holen. Dabei probieren wir mal die U-Bahn aus und fahren bis zum Platz St. Jaurès. Die Übergabe des Autos erfolgt prompt und schon sind wir auf dem Weg zurück zum Hotel in die dortige Tiefgarage. Heute essen wir im Hotel und gehen früh zu Bett, damit wir fit für die Stadtbesichtigung von morgen sind.

Samstag, 2. Juni 2018 - Toulouse  (Stadtbesichtigung)

Sonntag, 3. Juni 2018 - Lourdes (Besuch Pilgerstätte)