Appenzellerweg

Sonntag, 10. August 2014 - Rüthi bis Appenzell (16 km)

 

Ausgangspunkt ist die Bushaltestelle in Rüthi (Industrie). Von dort wandern wir zunächst bergauf durch das Felsenengnis des Hirschensprungs. Dahinter geht es in Richtung Freienbach. Über den Weiler Rehag erreichen wir, teils auf Pilgersteigen und teils auf der Strasse, den ehemaligen Wallfahrtsort Freienbach (616 m) mit der modernen Kirche Maria Heimsuchung. Wir folgen zunächst der Bergstrasse Richtung Chienberg bis zu einer Rechtskehre (647 m), wo wir dann auf den rot-weiss markierten Bergweg abzweigen, der geradeaus längs des Freienbaches in Richtung Eggerstanden führt. Nach steilem Aufstieg durch den Bergwald erreichen wir die Alp Oberrieter Strüssler (800 m). Von dort geht es über Weiden und durch Wäldchen zur Wogalp (880 m) und weiter hinauf zur Neuenalp (959 m), wo die Kantonsgrenze zwischen den Kantonen St. Gallen und Appenzell-Innerrhoden überschritten wird. Auf einem bequemen teils asphaltierten Forstweg gelangen wir zur Wallfahrtskapelle Maria Hilf zum Bildstein (1016 m). Ab dort geht es sanft nach Eggerstanden (892 m) hinab. Die moderne Kirche in Eggerstanden ersetzte eine im 18. Jh. gebaute Kapelle. Die beiden Gasthäuser Neues und Altes Bild erinnern an einen ehemaligen jahrhundertealten Bildstock. Wir verlassen Eggerstanden und wandern auf Feldwegen hinunter nach Steinegg (810 m). Am Kapellenweg neben einer alten Linde steht die kleine St. Jakobus-Kapelle aus dem Jahr 1660. Im Ort steht die grössere, 1590 erbaute, St. Magdalena-Kapelle. Die Strasse folgt den Gleisen der Bahnline Wasserauen-Appenzell entlang der Sitter. Neben einer Brücke steht die aus dem 18. Jh. stammende St. Anna-Kapelle. Auf dem Fussweg gelangen wir längs der Sitter nach Appenzell, dem Hauptort des Kantons Appenzell-Innerrhoden. Der Name des Ortes stammt von „Abbacella“, einem Gutshof des Abtes des Klosters St. Gallen, welcher im 11. Jh. zur selbständigen Pfarrei wurde. Sehenswert sind die Pfarrkirche St. Mauritius mit Chor, Turm und Krypta (aus dem späten 15. Jh.), den Deckenfresken und Wandbildern, sowie das Rathaus und die bunt bemalten Holzhäuser mit den typisch geschweiften Giebeln.